Biografie
Abbas Kiarostami wurde am 22. Juni 1940 in Teheran, Iran, geboren. Schon in jungen Jahren zeigte er Interesse an der Malerei und erregte Aufmerksamkeit mit seinem Talent in diesem Bereich.
Mit 18 Jahren verließ Kiarostami sein Zuhause, um eine Ausbildung in bildender Kunst zu beginnen. Er schrieb sich an der Universität Teheran ein und spezialisierte sich auf Grafikdesign. Um seine Studiengebühren zu finanzieren, arbeitete er als Verkehrspolizist und war in den 1960er Jahren als Illustrator tätig.
Zwischen 1962 und 1966 gestaltete er 150 Werbespots für das iranische Fernsehen. Gegen Ende der 1960er Jahre war er an den Credit-Titeln zahlreicher Filme beteiligt, darunter Masoud Kimiais Gheysar, und er fertigte Illustrationen für Kinderbücher an. Im Jahr 1969 heiratete er Parvin Amir-Gholi, mit der er zwei Söhne bekam.
Kiarostami leistete bedeutende Beiträge zur iranischen Nouvelle Vague und gründete ein Institut, um die intellektuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in Teheran zu fördern. Sein erster Film, der zwanzigminütige „The Bread and Alley“, entstand 1970, gefolgt von „Breaktime“ im Jahr 1972. Zu Beginn der 1980er Jahre drehte er zahlreiche Kurzfilme und übernahm 1983 die Regie für den Film „Hamshahri“.
Er erregte 1990 mit dem Film „Close-Up“ großes Aufsehen, der von renommierten Regisseuren gelobt wurde und in Europa lange in den Kinos lief. 1997 erhielt er die Fellini Goldmedaille für seine erfolgreiche Thematisierung von Frieden, Toleranz und Freiheit in UNESCO-Filmen. Kiarostami präsentierte zuletzt seinen Film „Where is my Romeo?“ und ist aktuell für den Film „Roonevesht barabar asl ast“ hinter der Kamera tätig.