Abdülhak Hamit Tarhan

Dichter

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Biografie

Abdülhak Hamit Tarhan wurde am 2. Januar 1852 in Istanbul geboren und verstarb am 12. April 1937.

Er gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der türkischen Literatur nach der Tanzimat-Periode und war zusammen mit Literaten wie Recaizade Mahmut Ekrem, Namık Kemal und Ebüzziya Tevfik einer der Gründungsväter der neuen, westlich orientierten türkischen Literatur. Seine schulische Ausbildung begann er mit Privatunterricht und setzte diese im Alter von 11 Jahren in Paris fort, wohin er mit seinem Bruder reiste. Während seines Aufenthalts in Paris besuchte er eine private Schule, wo er seine Französischkenntnisse verbesserte.

Nach seiner Rückkehr nach Istanbul im Jahr 1865 begann er im Übersetzungsbüro des Babıali zu arbeiten. 1866 reiste er nach Iran, als sein Vater dorthin versetzt wurde, und blieb bis zum Tod seines Vaters dort. Nach seiner Rückkehr nach Istanbul trat er in das Finanzministerium ein, wo er Recaizade Mahmut Ekrem kennenlernte.

1871 heiratete er Fatma Hanım und begann in dieser Zeit, seine ersten Gedichte zu schreiben. 1876 wurde er zum zweiten Sekretär der türkischen Botschaft in Paris ernannt, wurde jedoch wegen seines Stücks „Nesteren“ aus dem Dienst entlassen. Anschließend bekleidete er verschiedene Konsularposten in Georgien, Griechenland und Bombay.

Nach dem Tod seiner Frau Fatma Hanım verfasste er das Gedicht „Makber“. 1886 wurde er zum Chefssekretär der Londoner Botschaft ernannt, wo er seine zweite Frau Nelly traf und heiratete. Nach Nellys Tod im Jahr 1911 heiratete er Cemile Hanım, aber diese Ehe hielt nicht lange.

1912 heiratete er schließlich die belgischstämmige Lüsyen Hanım. Während der Besetzung Istanbuls 1920 floh er nach Wien, wurde jedoch später von der Ankara-Regierung zurückgebracht. 1928 wurde er zum Abgeordneten des Istanbuler Parlaments gewählt und behielt dieses Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1937.

Abdülhak Hamit Tarhan wird als „Şair-i Azam“ betitelt und leistete bedeutende Beiträge zur türkischen Literatur als eine der zentralen Figuren der Westlichkeit.