Biografie
Abdülhak Şinasi Hisar wurde am 14. März 1887 in Istanbul geboren und verstarb am 3. Mai 1963 im Alter von 76 Jahren.
Er brachte den Begriff „Boğaziçi-Medeniye“ in unsere Literatur ein und war der Sohn von Mahmud Celaleddin Bey, dem Herausgeber einer der ersten Literaturzeitschriften in der Türkei, Hazine-i Evrak. Sein Bildungsweg begann mit Französisch, während er Türkischunterricht von Tevfik Fikret erhielt. Während seines Aufenthalts in Paris schloss er enge Freundschaften mit Persönlichkeiten wie Prinz Sabahattin, Dr.
Nihat Reşat Belger, Ahmet Rıza Bey und Yahya Kemal Beyatlı. Nach der Verkündung der II. Meşrutiyet im Jahr 1908 kehrte Hisar in die Türkei zurück und arbeitete in verschiedenen Bauunternehmen.
1924 übernahm er einen Posten in der Reji İdaresi und war ab 1931 im Außenministerium tätig. Seine literarische Karriere begann in den Mütareke-Jahren, wo er Gedichte und Kritiken in Zeitschriften wie Dergâh und Yarın veröffentlichte. In der Zeit der Republik trug er auch zu den Zeitschriften 7Ağaç, Varlık, Ülkü und Türk Yurdu sowie zu den Zeitungen Milliyet, Hakimiyet-i Milliye und Dünya bei.
In seinen Romanen behandelte er meist das Leben wohlhabender Menschen in der Umgebung von Rumelihisarı, Büyükada und Çamlıca und gestaltete seine Protagonisten oft als unausgeglichene und introvertierte Charaktere. 1942 erhielt er mit seinem Erzählband „Fahim Bey und wir“ den dritten Platz beim CHP-Erzählungs- und Romanpreis. Hisar war nie verheiratet und verstarb 1963 an einer Hirnblutung.