Biografie
Sultan Abdülhamit II war der 34. Sultan des Osmanischen Reiches und wurde am 21. September 1842 in Istanbul geboren.
Er verstarb am 10. Februar 1918 im Alter von 76 Jahren. Abdülhamit bestieg den Thron am 31.
August 1876, nachdem sein Onkel Abdülaziz abgesetzt wurde. Zu seiner Thronbesteigung befand sich das Osmanische Reich in einer schweren Krise; die Auslandsschulden stiegen, und innere Unruhen nahmen zu. Abdülhamit versuchte, die politische und wirtschaftliche Stabilität des Staates durch eine ausgewogene Außenpolitik zu wahren.
Seine Ausbildung begann er unter Privatlehrern und nahm an Reisen nach Europa teil. Nach seiner Thronbesteigung im Jahr 1876 unternahm er verschiedene Reformen, um sowohl interne als auch externe Probleme zu bewältigen. Während des Osmanisch-Russischen Krieges von 1877-1878 durchlebte der Staat eine schwierige Phase, als Russland in Osmanisches Territorium eingriff.
Abdülhamit versuchte nach dem Krieg, durch Verhandlungen mit England einige Gebietsverluste zu verhindern. Mit der Proklamation der II. Meşrutiyet im Jahr 1908 gewann die İttihat ve Terakki Cemiyeti an Einfluss, was schließlich zu Abdülhamits Absetzung führte.
Am 27. April 1909 wurde er abgesetzt und ins Exil nach Thessaloniki geschickt. Nach drei Jahren in Thessaloniki wurde er nach Istanbul verlegt.
1918 erkrankte er und verstarb. In seiner Regentschaft wurden zahlreiche Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser und Infrastrukturprojekte ins Leben gerufen. Zudem strebte er durch bedeutende Projekte wie den Hedschaz-Eisenbahnprojekt danach, im islamischen Raum an Ansehen zu gewinnen.
Abdülhamit ist als ein sorgfältiger und beraterisch handelnder Führer in der Politik bekannt geworden.
Todesumstände
İstanbul