Biografie
Abraham de Moivre wurde am 20. Mai 1667 in der französischen Stadt Champagne geboren und war ein angesehener Mathematiker. Sein Vater, Daniel de Moivre, war ein bekannter Chirurg.
Aufgrund des protestantischen Glaubens seiner Familie wurde er in jungen Jahren in eine katholische Schule der Freikirche geschickt, wo er bis zu seinem 11. Lebensjahr unterrichtet wurde. Anschließend besuchte er die protestantische 'Sedan Akademie' in Sedan, die 1682 geschlossen wurde.
Daraufhin wechselte er zur 'Saumur Akademie'. Seine Ausbildung setzte er in Paris fort, wo er Kurse in Physik und höherer Mathematik belegte. Nach seiner Ankunft in London begann er, als talentierter Mathematiker anerkannt zu werden und verdiente seinen Lebensunterhalt, indem er Mathematikunterricht für die Kinder wohlhabender Familien gab.
Im Jahr 1692 wurde er in wissenschaftlichen Kreisen bekannt und freundete sich mit Isaac Newton an. Durch intensive Beschäftigung mit Newtons Werk 'Principia' etablierte er sich als bedeutende Figur in der Mathematik. 1712 veröffentlichte de Moivre sein Buch 'The Doctrine of Chances', das als wegweisende Arbeit im Bereich der Wahrscheinlichkeitsrechnung gilt.
1730 brachte er sein Werk 'Miscellanea Analytica' heraus, in dem er die Stirling-Approximation für sich beanspruchte. 1735 wurde er Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin und 1754 der Französischen Akademie der Wissenschaften in Paris. Seine letzten Lebensjahre verbrachte de Moivre erblindet und verstarb am 27.
November 1754 in London im Alter von 87 Jahren. Seine Berechnung des Todesdatums fand in der Wissenschaftsgemeinschaft große Beachtung.