Afrodit

Biografie

Afrodite ist in der griechischen Mythologie als Göttin der Liebe und der Schönheit bekannt. Ihr römisches Pendant ist Venus. Über die Geburt Afrodite gibt es zwei verschiedene Legenden.

Während Homer berichtet, dass die Göttin aus Zeus und Dione, der Tochter des Okeanos, geboren wurde, beschreibt Hesiod, dass sie aus den schäumenden Wellen des Meeres entstand. Nach dieser Sage schnitt Kronos die Genitalien seines Vaters Uranos ab und warf sie ins Meer. Aus dem entstandenen Schaum wird Afrodite geboren.

Die Göttin wird als verspielt, charmant und anziehend charakterisiert. Sie symbolisiert Schönheit, Liebe und die Leidenschaft. Oft wird sie zusammen mit ihrem Sohn Eros dargestellt, wobei Eros laut Hesiod nicht der Sohn Afrodite ist.

In der Gefolgschaft Afrodite finden sich auch die Chariten, die Horae und Hymenaios, die für Schönheit, Anmut und Fruchtbarkeit stehen. Obwohl Afrodite zahlreiche Beziehungen mit Sterblichen hatte, heiratete sie nur Hephaistos. Während dieser Ehe hatte sie eine geheime Affäre mit Ares, aus der die Kinder Eros, Phobos, Deimos und Harmonia hervorgingen.

Auch aus der Beziehung mit Hermes entstand Hermaphroditus. Afrodite hatte auch Beziehungen zu Adonis und Anchises. Sie unterstützte die Trojaner im Trojanischen Krieg und war in Anatolien eine verehrte Göttin.

Ihr wichtigstes Heiligtum ist Afrodite in Aphrodisias, im Bezirk Karacasu in Aydın. Die ältesten Kultstätten Afrodite finden sich auf den Inseln Kythira und Zypern. Während der Renaissance faszinierte die Göttin zahlreiche Künstler, wobei das berühmteste Werk Sandro Botticellis „Die Geburt der Venus“ aus dem Jahr 1486 ist.

Dieses Gemälde zeigt Afrodite, nackt in einer Muschel stehend. Afrodite spielte eine entscheidende Rolle im Trojanischen Krieg und wurde durch Paris in einem Schönheitswettbewerb gewählt, was den Ausbruch des Krieges zur Folge hatte.