Ahmet Adnan Saygun

Komponist

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Biografie

Ahmet Adnan Saygun wurde am 7. September 1907 in Izmir geboren und verstarb am 6. Januar 1991 im Alter von 84 Jahren in Istanbul.

Als türkischer Komponist und Musikpädagoge hinterließ er bedeutende Werke in der klassischen westlichen Musik. Seine musikalischen Begabungen zeigten sich bereits in jungen Jahren. 1912 begann Saygun seine Schulbildung an der Hadika-i Subyan Grundschule und stach durch seine Erfolge im Musikunterricht hervor.

1918 schrieb er sich an der İttihat ve Terakki Schule ein und trat dem von dem Musiklehrer İsmail Zühtü Kuşçuoğlu gegründeten Chor bei. Mit 13 Jahren nahm er Klavierunterricht und begann 1922 mit dem ungarischen Musiker Tevfik Bey zu arbeiten. 1923 erhielt er Harmonielehre von Hüseyin Sadettin Arel.

Im Jahr 1925 übersetzte er Artikel über Musik aus der französischen La Grande Encyclopedie und schuf damit das Werk 'Musiki Lugati'. 1926 wurde er als Musiklehrer an der İzmir Lisesi eingestellt und erhielt anschließend ein Stipendium für ein Studium in Paris. In Paris studierte er an der renommierten Musikschule Schola Cantorum und begann 1930 mit dem Komponieren seines ersten Werks 'Divertissement'.

1931 kehrte er in die Türkei zurück und unterrichtete an der Musiki Muallim Mektebi, bevor er 1936 an das Istanbul Municipal Conservatory berufen wurde. 1934 dirigierte Saygun das Staatsorchester und schrieb auf Wunsch von Atatürk die erste türkische Oper 'Özsoy'. Sein 1942 vollendetes 'Yunus Emre Oratorium' erlangte große Anerkennung und wurde international aufgeführt.

Saygun zählt zu den Türkischen Fünf und verband in seinen Werken die Einflüsse türkischer Volks- und Kunstmusik mit einer romantischen Ästhetik. 1940 heiratete er die ungarische Irén Szalai, das Paar hatte keine Kinder. In seiner künstlerischen Laufbahn erhielt Saygun zahlreiche Auszeichnungen und wurde 1971 zum ersten Staatlichen Künstler ernannt.