Biografie
Ahmet Cevad wurde am 5. Mai 1892 im Dorf Seyfeli in der Nähe der Stadt Gence in Aserbaidschan geboren. Er gehört zu den bedeutendsten Dichtern der türkischen Welt und ist insbesondere für sein Gedicht „Çırpınırdı Karadeniz“ bekannt, das 1914 verfasst wurde und die Heldentaten des osmanischen Kriegsschiffes „Hamidiye“ preist.
Nach dem Verlust seines Vaters im Alter von sechs Jahren erhielt Ahmet Cevad eine religiöse Ausbildung und lernte Arabisch sowie Persisch. 1906 zog seine Familie nach Gence, wo er seine schulische Laufbahn fortsetzte. In dieser Zeit begann er, seine ersten Gedichte zu schreiben, die in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden.
Im Jahr 1912 trat er als Lehrer für Türkisch und Persisch an die Mädchen-Schule in Gence. 1915 war er Teil einer Delegation, die den Türken in Batum, Kars, Ardahan, Sarıkamış, Trabzon und Erzurum Hilfe brachte. 1916 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband mit dem Titel „Koşma“.
1918 spielte er eine aktive Rolle bei der Gründung der Aserbaidschanischen Republik und nahm zusammen mit osmanischen Soldaten an Kämpfen teil. Mit der Errichtung der Sowjetregierung 1920 begann er jedoch, Repressionen zu erleben und wurde mehrfach verhaftet. Am 13.
Oktober 1937 wurde er durch ein Erschießungskommando hingerichtet. Im Jahr 1955 wurde bestätigt, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe unbegründet waren, und er wurde rehabilitiert. 1916 heiratete er seine Frau Şükrüye Hanım, mit der er vier Kinder hatte.