Biografie
Ahmet Kireççi wurde 1914 im Stadtteil Kiremithane in Mersin geboren und hinterließ als unvergessener Name in der Welt des Wrestlings einen bleibenden Eindruck. Er gilt als der erste Weltmeister, der die Nationalhymne der Türkei zum ersten Mal erklingen ließ und die Flagge wehen ließ. Seine Kindheit war von Entbehrungen geprägt, doch er wuchs als gesunde und kräftige Persönlichkeit auf.
Während sein Vater als Maurer arbeitete, half ihm Ahmet und trug große Steine. Seine sportliche Laufbahn begann er im Boxen, bevor er zum Leichtathletik wechselte, diesen jedoch aufgrund einer Krankheit aufgeben musste. Nachdem er mit dem Wrestling in Kontakt gekommen war, nahm er mit Unterstützung des Feuerwehrkommandanten von Mersin, Memduh Bey, an den Karakucak-Wrestling-Wettkämpfen in Tarsus teil und belegte den ersten Platz.
Er zog nach Istanbul, wo er sich dem Kumkapı Wrestling Club anschloss und dort schnell zu erfolgreichen Wettkämpfen kam. 1933 wurde er bei den Auswahlkämpfen zur Balkanmeisterschaft in Izmir ausgewählt, indem er große Wrestling-Meister besiegte, und wurde mit 18 Jahren Balkanmeister. Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin gewann er die Bronzemedaille in der Gewichtsklasse bis 78 kg und sicherte sich so die erste Olympiamedaille der Republik Türkei.
1948 errang er im Schwergewicht bei den Olympischen Spielen in London den Titel des Champions. Ahmet Kireççi hat den Titel des ersten Sportlers in der türkischen Sportgeschichte, der bei zwei Olympiaden Medaillen gewonnen hat. Als er in London wehte, verbreitete sich das Sprichwort „Es gibt nur einen starken Türken, aber es gibt zwei Türken.“ Während der Olympiade wurde er unter dem Spitznamen „Mr.
Hello“ bekannt und wurde persönlich von Königin Elizabeth von England empfangen. Er kehrte mit insgesamt 12 Medaillen nach Türkiye zurück und wurde in Istanbul enthusiastisch empfangen. Der damalige Präsident İsmet İnönü und der Ministerpräsident Hasan Saka empfingen ihn und schenkten ihm eine Golduhr.
Sein Nachname wurde auf Vorschlag des Präsidenten in Mersinli geändert. Nach einem gewissen Zeitraum in Istanbul kehrte er in seine Heimat zurück und führte ein bescheidenes Leben. 1979 verstarb er infolge eines Verkehrsunfalls.