Biografie
Ahmet Telli wurde am 2. Dezember 1946 im Bezirk Eskipazar in Çankırı geboren. Nach 1970 gilt er als einer der bedeutenden Vertreter der sozialrealistischen Dichtergeneration.
Seine schulische Ausbildung begann er an den Lehrerbildungsstätten in Hasanoğlan, Kayseri, Pazarören und Pınarbaşı. Nach dem Abschluss dieser Lehrerbildungsstätten arbeitete er vier Jahre lang als Grundschullehrer, bevor er das Gazi Bildungsinstitut abschloss und an Gymnasien in Kastamonu, İnebolu, Doğanyurt, Kırıkkale und am Atatürk-Gymnasium in Ankara Türkisch und Literatur unterrichtete. 1981 wurde er während seiner Lehrtätigkeit im Rahmen des Ausnahmezustands verhaftet, was zur Beendigung seiner Tätigkeit führte.
Telli ist ein origineller Dichter der zweiten Generation der sozialrealistischen Poesie nach 1960. In seinen Gedichten lässt er sich in Bezug auf Wortwahl und Klang von İsmet Özel inspirieren, zeigt jedoch in seiner romantischen und rebellischen Lyrik eine enge Verbindung zu Attila İlhan. Zu seinen bedeutenden Gedichtbänden gehören Werke wie "Hüznün İsyan Olur", "Saklı Kalan" und "Su Çürüdü".
Darüber hinaus erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Ömer Faruk Toprak Gedichtpreis im Jahr 1980, den Yazko Gedichtförderpreis 1981, den Nevzat Üstün Gedichtpreisträger 1982 und den Altın Portakal Gedichtpreis 2011. Neben seiner literarischen Karriere erregt Ahmet Telli auch mit CDs, die er mit seiner eigenen Stimme aufgenommen hat, Aufmerksamkeit. Im Jahr 1994 veröffentlichte er das Album "Kalmasın" und 1997 "Kül ve Kil".