Biografie
Ahmet Ziya Akbulut wurde am 27. Juni 1869 in Istanbul geboren und verstarb am 17. April 1938 im Alter von 69 Jahren.
Er schloss 1887 die Militärakademie Harbiye ab und erhielt seine ersten Zeichenstunden bei Osman Nuri Pascha an der Kuleli Militärschule sowie bei Hoca Ali Rıza Bey in Harbiye. Nach seinem Abschluss wurde er an die Zeichenabteilung des Erkan-ı Harbiye versetzt, wo er bis 1894 tätig war. Neben seinem Interesse an der Malerei war er auch an Mathematik und Astronomie interessiert.
Er veröffentlichte den „Takvim-i Ziya“ und war als Menazır (Perspektivist) bekannt. 1898 wurde er zum Direktor der Mekatibi Askeriye Druckerei ernannt, erreichte 1905 den Dienstgrad eines Majors und wurde 1913 zum Präsidenten der Osmanischen Malervereinigung gewählt. Nach seiner Pensionierung setzte er seine Lehrtätigkeit an der Sanayi-i Nefise Mektebi fort, wo er Perspektivunterricht erteilte und Fächer wie Mathematik, Geometrie, Perspektive, Französisch und Astronomie unterrichtete.
Ahmet Ziya verfasste fast zwanzig Bücher und nahm mehrere Aufgaben gleichzeitig wahr. Bis 1938 war er stellvertretender Direktor an der Sanayi-i Nefise Mektebi. Unter seinen Werken finden sich bedeutende Bauwerke wie die Alt-Beyazıt-Imaret, die Sultan-Ahmed-Moschee und die Mihrimah-Sultan-Moschee.
Bis zur Eröffnung des Istanbul Museums für Malerei und Skulptur im Jahr 1937 blieb Ahmet Ziya Akbulut als Künstler weitgehend unbekannt, doch als Lehrer der Perspektive hatte er sich einen festen Platz in der Erinnerung der Menschen erobert.