Biografie
Alan Turing, am berühmten Kryptoanalytiker und Mathematiker, wurde am 23. Juni 1912 in London, England, geboren. Während des Zweiten Weltkriegs leistete er bedeutende Beiträge zum Entschlüsseln deutscher Codes und wird als der Vater der Informatik angesehen.
Turing entwarf eine Maschine, die dazu diente, die Texte der als Enigma bekannten Verschlüsselungsmaschinen zu entschlüsseln, und spielte somit eine entscheidende Rolle beim Sieg Großbritanniens über Deutschland. Zwischen 1931 und 1934 studierte er am King's College in Cambridge und wurde 1935 in die akademische Gemeinschaft aufgenommen. Mit seiner 1936 veröffentlichten Arbeit bewies er die Entscheidbarkeit berechenbarer Zahlen.
In der Nachkriegszeit arbeitete er an Themen der Computertechnik und Künstlichen Intelligenz und wurde 1948 als Dozent an der Universität Manchester berufen. Da Homosexualität zu dieser Zeit jedoch illegal war, wurde er 1952 verhaftet, nachdem eine Beziehung ans Licht kam, und erhielt die Strafe der chemischen Kastration. Am 8.
Juni 1954 wurde er tot in seiner Wohnung in Manchester aufgefunden, wobei die Todesursache als Cyanidvergiftung angegeben wurde. Aufgrund seiner Beiträge zur Entwicklung der Informatik wird Turing bis heute erinnert, und jährlich wird der Turing-Preis verliehen.