Albert Calmette

Arzt

Countdown zum Geburtstag (wird 162)

-
Tage
-
Std
-
Min
-
Sek

Biografie

Albert Calmette wurde am 12. Juli 1863 in Nizza, Frankreich, geboren und verstarb am 29. Oktober 1933 in Paris im Alter von 70 Jahren.

Er war ein französischer Bakteriologe und Schüler von Louis Pasteur. Gemeinsam mit seinem Kollegen Camille Guerin entwickelte Calmette den BCG-Impfstoff (Bacillus Calmette-Guerin), der Schutz gegen Tuberkulose bietet. Auf Wunsch von Louis Pasteur reiste Calmette 1889 nach Indochina, wo er 1891 in Saigon ein Pasteur-Institut gründete und dort schützende Seren gegen Windpocken und Schlangenbisse herstellte.

Aufgrund einer Erkrankung an Dysenterie war er gezwungen, nach Frankreich zurückzukehren. 1896 gründete er das Pasteur-Institut in Lille, wo er als Direktor tätig war und an einem polyvalenten Serum gegen Schlangenvergiftungen arbeitete. Während des Ersten Weltkriegs wurde ihm befohlen, in Lille zu bleiben, nachdem die Deutschen Nordfrankreich besetzt hatten, und er übernahm die Aufgabe, einen Typhusausbruch einzudämmen.

Nach dem Krieg kehrte er zum Pasteur-Institut in Paris zurück. Im Jahr 1908 entdeckte er, dass die infektiöse Wirkung des Erregers, der bei Rindern Tuberkulose verursacht, geschwächt war und entwickelte auf dieser Grundlage den BCG-Impfstoff, der 15 Jahre später bei der Impfung von Kindern gegen Tuberkulose eingesetzt wurde. 1917 wurde Calmette zum stellvertretenden Direktor des Pasteur-Instituts in Paris ernannt und organisierte die Gründung der Abteilung für Tuberkulose.

Am 29. Oktober 1933 verstarb er in Paris. Zu seinen Werken zählen „Gifte, giftige Tiere und die Serumtherapie gegen Gifte“ (1907) und „Bakterielle Krankheiten und Tuberkulose beim Menschen und Tieren“ (1920).