Alfred Adler

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Biografie

Alfred Adler wurde am 7. Februar 1870 im Wiener Stadtteil Rudolfsheim-Fünfhaus, Österreich, geboren. Als bedeutende Figur in der Psychoanalyse gilt Adler als Begründer der analytischen Psychologie.

Gemeinsam mit Carl Jung und Sigmund Freud wird er als einer der drei großen Begründer der Tiefenpsychologie angesehen. In seiner Kindheit war Adler ein schüchterner und verletzlicher Charakter, der mit gesundheitlichen Problemen wie Stottern und Rachitis zu kämpfen hatte. Nach seinem Abschluss an der medizinischen Fakultät der Universität Wien im Jahr 1895 spezialisierte er sich auf das Fachgebiet der Augenheilkunde, bevor er sich der allgemeinen Medizin und Psychiatrie zuwandte.

Durch seine Arbeiten in der Psychiatrie entwickelte er einen humanistischen und ganzheitlichen Ansatz, der die Beziehungen der Individuen zu ihrer Umwelt berücksichtigte. 1911 trennte er sich von Freuds Gruppe und gründete die Gesellschaft für Individualpsychologie, deren Name er später in „Individualpsychologie“ änderte. Adler vertrat die Ansicht, dass Mängel in den körperlichen Organen einen großen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung haben und dass diese Defizite bei den Individuen zu einem Gefühl der Minderwertigkeit führen können.

Während des Ersten Weltkriegs diente er als Arzt in der österreichischen Armee und versuchte nach dem Krieg, die Auswirkungen des Minderwertigkeitsgefühls durch die Eröffnung von Kinderkliniken zu überwachen. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1934 wurden die meisten seiner Kliniken geschlossen, und 1935 ließ er sich in Amerika nieder. Im Jahr 1926 hielt er Vorlesungen an der Columbia University und wurde 1934 zum Professor an der Long Island Medical School in New York ernannt.

Alfred Adler starb am 28. Mai 1937 im schottischen Aberdeen an einem Herzinfarkt im Alter von 67 Jahren. Adlers Theorien zeichnen sich im Gegensatz zu Freuds Theorien durch eine zukunftsorientierte Ausrichtung aus.

Er behauptete, dass die Persönlichkeit durch soziale Beziehungen bestimmt wird und dass das soziale Interesse der Individuen in der Kindheit entwickelt wird.