Biografie
Ali Teoman Germaner wurde am 23. Februar 1934 in Istanbul geboren und war ein türkischer Bildhauer und Akademiker. Seine künstlerische Laufbahn begann er an der Staatlichen Akademie für Schöne Künste in Istanbul (heute Mimar Sinan Güzel Sanatlar Üniversitesi), wo er im Fachbereich Bildhauerei studierte.
In den Jahren 1949 bis 1954 erhielt er seine künstlerische Ausbildung in den Werkstätten von Rudolf Belling, Zühtü Müridoğlu und Ali Hadi Bara. Germaner eröffnete seine erste Ausstellung 1952 in der Maya Sanat Galerisi. Im Jahr 1960 ging er mit einem Stipendium der französischen Regierung nach Paris und studierte von 1961 bis 1965 an der École des Beaux-Arts.
Dort arbeitete er in der Bildhauerwerkstatt von René Collamarini und in der Druckwerkstatt von W. S. Hayter.
Ab 2004 setzte er seine Arbeiten in seiner eigenen Werkstatt im Istanbul Grafik Sanatlar Müzesi (IMOGA) fort. In Germaners Skulpturen stehen fantastische Kreaturen, übernatürliche Wesen und ein Verständnis für fantastisches Formgeben im Vordergrund. In seiner Kunst finden sich häufig Figuren von Menschen, Pferden, Schlangen, Muscheln, Wirbelsäulen und Räuchergefäßen.
Ali Teoman Germaner war mit der Kunsthistorikerin Semra Germaner verheiratet, die er 2015 verlor. Er verstarb am 23. Februar 2018 in Istanbul im Alter von 84 Jahren.
Der Künstler verfasste Werke wie 'Aloş', 'Aloşnâme' und 'Ali Teoman Germaner’in hayatı ve sanatı: zamanların belleği: Aloş 1957-2007: retrospective'. Zu seinen persönlichen Ausstellungen zählen die in der Maya Sanat Galerisi 1952, der Helikon Sanat Galerisi 1954, der Beyoğlu Şehir Galerisi 1966 und der Garanti Bankası Sanat Galerisi 1984. Zudem erhielt er 1968 den ersten Preis bei der 29.
Staatsausstellung für Malerei und Bildhauerei und wurde 1972 auch mit dem ersten Preis beim Projektwettbewerb für das Fatih-Denkmal in Istanbul ausgezeichnet.