Biografie
Anatole France wurde am 16. April 1844 in Paris, der Hauptstadt Frankreichs, geboren. Der Schriftsteller, dessen vollständiger Name Anatole François Thibault lautet, begann seine literarische Karriere mit der Poesie und wurde im Laufe der Zeit für seine Romane und Theaterstücke bekannt.
France wuchs in einer Buchhändlerfamilie auf und lebte von Kindesbeinen an inmitten von Büchern. Durch eine humanistische Bildung geprägt, entwickelte sich sein Interesse an der Literatur schon in dieser Zeit. In seinen frühen Gedichten sind zwar Spuren des Parnassismus zu erkennen, jedoch fallen in seinen Werken vor allem seine Sensibilität für gesellschaftliche Themen und sein ironischer Stil ins Auge.
Im Jahr 1877 heiratete er Marie-Valerie Guerin de Sauville, doch diese Ehe endete 1893. Die Beziehung zu Madame Arman de Caillavet, die er 1888 kennenlernte, inspirierte ihn zu zwei bedeutenden Romanen. Diese Werke sind das in der Antike Ägyptens spielende 'Thais' und das in Florenz ansässige 'Le Lys rouge'.
In seinem 1901 veröffentlichten Buch 'Monsieur Bergeret à Paris' spiegelt er seine politischen Ansichten in der Figur eines Charakters wider, der in den Dreyfus-Skandal verwickelt ist. Nach 1900 begann er, eine sozialistische Haltung einzunehmen und thematisierte in vielen seiner Werke gesellschaftliche Fragen. 1921 wurde France mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet und starb am 12.
Oktober 1924 im Alter von 80 Jahren in Tours, Frankreich.