Biografie
André Gide wurde am 22. November 1869 in Paris, Frankreich, geboren und verstarb am 19. Februar 1951 im Alter von 82 Jahren erneut in Paris.
Der Autor, dessen vollständiger Name André Paul Guillaume Gide ist, stammt aus einer strengen und konservativen Familie. Sein Vater Paul Gide war Juraprofessor und katholisch, während seine Mutter aus einer bekannten protestantischen Familie stammte. In seiner Kindheit litt Gide unter den unterschiedlichen religiösen Überzeugungen seiner Eltern und verlor im Alter von 11 Jahren seinen Vater.
Sein Bildungsweg wurde häufig durch Krankheiten unterbrochen. Eine Reise nach Nordafrika im Jahr 1893 stellte einen entscheidenden Wendepunkt in seiner literarischen Karriere dar. Dort begegnete er der arabischen Kultur und akzeptierte 1894 seine Homosexualität durch den Kontakt zu Oscar Wilde und Lord Alfred Douglas.
1908 gründete er die Literaturzeitschrift Nouvelle Revue Française, und 1909 schrieb er sein Werk „La Porte Etroite“, das ihn berühmt machte. In seinem Buch „Corydon“ von 1924 verteidigte Gide die Homosexualität, was gesellschaftliche Kritiken nach sich zog. 1932 erklärte er seine Zustimmung zum Kommunismus, distanzierte sich jedoch später wieder von dieser Ansicht.
Während des Zweiten Weltkriegs lebte er in Nordafrika und blieb dort bis zum Ende des Krieges. 1947 erhielt er den Nobelpreis für Literatur und wurde als eine der bedeutendsten Figuren der modernen französischen Literatur anerkannt. In seinen Werken setzte er sich für individuelle Freiheiten ein und wandte sich gegen gesellschaftliche Moralvorstellungen.
1895 heiratete Gide seine Cousine Madeleine Rondeaux, aus dieser Ehe ging 1923 seine Tochter, die Schriftstellerin Catherine Gide, hervor. Seine Frau verstarb 1938.