Biografie
Andre Marie Ampère wurde am 20. Januar 1775 in Poleymieux, nahe Lyon, Frankreich, geboren. Er verstarb im Alter von 61 Jahren am 10.
Juni 1836 in Marseille an einer Lungenkrankheit. Ampère wird als französischer Physiker und Mathematiker anerkannt und zählt zu den ersten Entdeckern des Elektromagnetismus. Die Maßeinheit für elektrische Strömung, das "Ampere", ist ihm zu Ehren benannt.
Schon in jungen Jahren fiel Ampère durch sein Interesse an Mathematik und Physik auf; bereits mit 12 Jahren begann er, Latein zu lernen und las Werke bedeutender Mathematiker wie Leonhard Euler und Bernoulli. Ab 1796 gab er Privatunterricht in Lyon und zog 1801 nach Bourg, wo er Professor für Physik und Chemie wurde. Im Jahr 1804 begann er, an der École Polytechnique in Paris zu lehren, und wurde 1808 von Napoleon Bonaparte zum allgemeinen Aufseher der Universitäten ernannt.
Ampère führte bedeutende Forschungen im Bereich der Elektrizität und Magnetismus durch und erklärte 1820, basierend auf den Beobachtungen von Hans Christian Ørsted, dass ein Leiter, durch den Strom fließt, sich wie ein Magnet verhält. Das von ihm 1826 formulierte klassische Gesetz des Elektromagnetismus zeigte, dass die Richtung des um einen Leiter erzeugten Magnetfelds von der Richtung des Stroms abhängt. Ampère war der Erfinder des Amperemeters und des Galvanometers, die zur Messung des elektrischen Stroms verwendet werden.
Im Jahr 1799 heiratete er Julie Carron, die 1803 verstarb. 1807 heiratete er zum zweiten Mal, doch diese Ehe hielt nur zwei Jahre. Andre Marie Ampère fand seine letzte Ruhestätte 1869 auf dem Montmartre-Friedhof in Paris.