Biografie
André Maurois wurde am 26. Juli 1885 in Elbeuf, Frankreich, geboren und gehört zu den bekanntesten Schriftstellern der französischen Literatur. Sein Geburtsname Émile Salomon Wilhelm Herzog verrät seine Wurzeln, da er aus einer wohlhabenden Familie von elsässischen Juden stammt, die in der Textilindustrie tätig war.
Seine schulische Ausbildung begann er am Pierre-Corneille-Gymnasium in Rouen, wo er unter dem Einfluss des Philosophie Lehrers Emile Charteier stand. Nach seinem Abschluss an der Fakultät für Literatur der Universität Caen arbeitete er einige Zeit in der Weberei seines Familienbetriebs. Während des Ersten Weltkriegs begann Maurois seine literarische Karriere und veröffentlichte 1918 sein erstes Werk „Le Silence du Colonel Bramble“, das verschiedene Ereignisse des Krieges humorvoll betrachtet. Mit seinem Roman „Climat“ erlangte er internationale Bekanntheit.
In der Nachkriegszeit war er Herausgeber der Zeitschriften „Croix-de-feu“ und „Le Flambeau“ und verfasste zahlreiche Romane, Essays und Biografien. Im Jahr 1940, während des Zweiten Weltkriegs, diente er als „Offizieller französischer Beobachter“ im Hauptquartier der Britischen Armee und trat nach dem Krieg den „Streitkräften Freies Frankreich“ unter General Charles de Gaulle bei. 1947 änderte er offiziell seinen Namen in André Maurois.
Während seiner literarischen Karriere hinterließ er ein bedeutendes Werk und starb am 9. Oktober 1967 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich, im Alter von 82 Jahren.