Biografie
Andrei Tarkowski wurde am 4. April 1932 in der Stadt Zavrazhye in der Sowjetunion geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte und verstarb am 29.
Dezember 1986 im Alter von 54 Jahren in Paris, Frankreich, an Lungenkrebs. Tarkowski erhielt seine Ausbildung an der Staatlichen Filmhochschule in Moskau und absolvierte zusätzlich Studien in Musik und Arabisch. Seine Karriere im Film begann 1960 mit dem Diplomfilm „Der Kran und die Geige“, der als der einzige Film gilt, der vollständig auf sowjetischem Boden gedreht wurde.
Sein erster Langfilm „Die Kindheit Ivans“ wurde 1962 fertiggestellt und brachte ihm internationale Anerkennung ein. 1966 erregte Tarkowski mit seinem Werk „Andrei Rublev“ die Aufmerksamkeit der kommunistischen Regierung; der Film musste auf die Auszeichnung beim Festival von Cannes 1967 warten, um in der USSR gezeigt werden zu können. 1972 begab er sich mit dem Science-Fiction-Film „Solaris“ auf eine Reise zur Erforschung des Lebenssinns, die als Antwort auf Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ gedeutet wurde.
Tarkowski drehte 1982 „Nostalghia“ und 1986 „Opfer“, wobei letzterer als Kritik an der technologischen bürgerlichen Zivilisation betrachtet wird. Er war zweimal verheiratet und hatte insgesamt drei Söhne. Während seiner Filmkarriere erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und hinterließ tiefgreifende Spuren in der Welt des Kinos.