Antoine Galland

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Biografie

Antoine Galland wurde am 6. April 1646 in Rollot, einer Region in Picardie, Frankreich, geboren. Er war ein französischer Orientalist und Archäologe, der am 17.

Februar 1715 im Alter von 69 Jahren in Paris verstarb. Galland gilt als die erste Person, die die "Tausendundeine Nacht" ins Europäische übersetzte. Dieses Werk wurde zwischen 1704 und 1717 in zwölf Bänden veröffentlicht und erhöhte den Einfluss der islamischen Welt auf die europäische Literatur.

Als siebtes Kind einer armen Familie geboren, verlor Galland seinen Vater im Alter von vier Jahren und begann mit dreizehn Jahren eine Lehre. Seine Ausbildung begann am Kolleg Noyon, wo er Hebräisch, Latein und Griechisch lernte, bevor er 1661 nach Paris zog und dem Kolleg Plessis beitrat. An der Universität Sorbonne erlernte er die semitischen Sprachen (Arabisch, Persisch) und vertiefte seine Hebräischkenntnisse.

Im Jahr 1673 reiste er nach Syrien, wo er historische Dokumente und Monumente studierte. Zudem arbeitete er für die Französische Ostindien-Kompanie und unterstützte deren Geschäfte in den arabischen Gebieten des Osmanischen Reiches. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahr 1675 veröffentlichte er die Notizen seiner Reisen in Buchform.

1709 wurde er zum Professor für Orientalistik am Collège de France ernannt, und viele seiner Werke wurden posthum veröffentlicht. Zu seinen bedeutenden Arbeiten zählen "Les mille et une nuits" (Tausendundeine Nacht), "Journal d’Antoine Galland" und "Relation de la Mort du Sultan Osman". Galland bereitete auch eine Übersetzung des Korans vor, die Notizen zu Geschichte und Grammatik enthielt, jedoch nicht veröffentlicht wurde.

Darüber hinaus sammelte er viele historische Objekte aus dem Osmanischen Reich, um die Museen und Bibliotheken in Frankreich zu bereichern.