Biografie
Antoine Lavoisier, als Vater der modernen Chemie bekannt, war ein französischer Chemiker. Er wurde am 26. August 1743 in Paris, Frankreich, in eine wohlhabende Familie geboren.
In jungen Jahren verlor Lavoisier seine Mutter und wurde von seinem Vater unterstützt. Zunächst absolvierte er ein Jurastudium an der Sorbonne, entschied sich jedoch gegen den Willen seines Vaters für eine Laufbahn in der Chemie. Im Jahr 1764 gewann er mit seinem Beitrag zu einem Beleuchtungsprojekt in Paris die Goldmedaille der Französischen Akademie der Wissenschaften.
Bereits 1768, im Alter von nur 25 Jahren, wurde er zum Mitglied der Akademie gewählt. Lavoisier war an zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten beteiligt, darunter die Schaffung des metrischen Systems und die Erstellung einer geologischen Karte von Frankreich. 1775 war er für die Produktion von Schießpulver verantwortlich und leitete während der Amerikanischen Revolution den Transport von Salpeter zu den Kolonien.
1789 veröffentlichte er das erste Chemielehrbuch mit dem Titel „Traité Élémentaire de Chimie“ und erklärte das Gesetz der Erhaltung der Masse. Mit seiner neuen Theorie zur Verbrennung erlangte Lavoisier große Anerkennung in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Er entdeckte Elemente wie Sauerstoff, Kohlenstoff und Silizium und trug entscheidend zur modernen Entwicklung der Chemie bei.
Am 8. Mai 1794 wurde er während der Französischen Revolution als Gegner der Revolution verurteilt und durch die Guillotine hingerichtet. Eineinhalb Jahre nach seinem Tod wurde ihm von der französischen Regierung die Ehrenrettung zuteil.