Biografie
Arif Sağ wurde 1945 im Dorf Dağlı im Landkreis Aşkale in Erzurum geboren. Seine Begegnung mit der Musik begann schon in der Kindheit, als er den Klang des Wassers und das Reiben der Steine in der Mühle seines Vaters hörte. Im Alter von fünf Jahren kam er zum ersten Mal mit der Kavals (einem traditionellen Blasinstrument) in Kontakt, mit sechs Jahren entdeckte er den Grammophon und die Schallplatte und im Alter von sieben Jahren erlernte er als Erster die Bağlama (ein traditionelles Saiteninstrument).
Bis zu seinem vierzehnten Lebensjahr eignete er sich die Aşık-Tradition an und begann, eigene Deyişler (traditionelle Gedichte) zu singen. Nach seiner Ankunft in Istanbul wurde er Schüler von Nida Tüfekçi im Aksaray Musiki Cemiyeti. Die 1960er und 70er Jahre waren für Arif Sağ eine Zeit der musikalischen Suche.
1963 veröffentlichte er seine erste Schallplatte und trat 1965 als Bağlama-Künstler beim Istanbul Radio auf. In der sogenannten 45er-Platten-Phase produzierte er über 45 Schallplatten und mehr als 200 Kompositionen. 1975 wurde er Mitglied der Lehrkräfte am Istanbul Staatlichen Konservatorium für Türkische Musik.
1982 gründete er unter seinem Namen das Arif Sağ Musikhaus. Von 1987 bis 1991 war er als Abgeordneter in der Großen Nationalversammlung der Türkei tätig. 1996 trug er mit einem Konzert mit dem Kölner Sinfonieorchester zur Bekanntmachung der anatolischen Musik in Westeuropa bei.
Arif Sağ setzte seine einzigartigen Forschungen im Bereich der Volksmusik und Bağlama fort und gab 2000 Konzerte in 12 verschiedenen Städten Europas. Im Jahr 1970 heiratete er Yıldız Bayşu und wurde Vater von zwei Kindern. Seine Frau verstarb im Jahr 2016.
2017 hatte er gesundheitliche Probleme, und ein Tumor in seinem Gehirn wurde erfolgreich operiert. Arif Sağ ist eine bedeutende Figur in der Welt der Volksmusik und hat mit seiner Musik zur türkischen Kultur beigetragen.
Familie
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