Biografie
Aynur Aydan wurde am 30. Juni 1946 in der türkischen Hauptstadt Ankara geboren. Schon in jungen Jahren träumte sie davon, eine Künstlerin zu werden.
Ihre ersten Schritte in diese Richtung machte sie durch die Ehe, die jedoch bald von Schwierigkeiten geprägt war. Im Alter von nur 13 Jahren verliebte sich Aydan in einen Soldaten und bekam aus dieser Ehe zwei Kinder. Als die Probleme sie nicht losließen, traf sie eines Tages eine mutige Entscheidung: Sie sprang aus dem Fenster und beschloss, ein neues Kapitel ihres Lebens in Istanbul zu beginnen.
Ihre siebenjährige Ehe endete schließlich mit einer Scheidung. Das Jahr 1966 markierte einen Wendepunkt in ihrer Karriere. Sie erregte Aufmerksamkeit, als sie bei einem Schönheitswettbewerb den zweiten Platz belegte, hatte jedoch Schwierigkeiten, ihren Platz in der Filmwelt zu finden. In diesem Moment bat sie den Journalisten Çetin Altan um Unterstützung.
Im selben Jahr trat sie in bedeutenden Produktionen wie 'Fatih'in Fedaisi', 'Battal Gazi' und 'İntikam Fırtınası' mit kleineren Rollen auf. Ihren Einstieg in die Filmkarriere hatte sie in 'İntikam Fırtınası', wo sie zusammen mit den Hauptdarstellern Salih Güney und Nebahat Çehre zu sehen war. Aydan bereicherte ihre Bühnenpräsenz durch Tanzunterricht bei dem berühmten Tänzer Kudret Şandra in den 1960er und 1970er Jahren. Mit ihrem Image als „sexuelle Frau“ konnte sie in über 100 Filmen Nebenrollen ergattern und sich so einen festen Platz in der türkischen Filmszene sichern. Zwischen 1979 und 1984 zog sich Aydan vorübergehend von der Filmwelt zurück und übernahm zwischen 1992 und 2000 das Präsidentenamt des Tarabya Sportklubs.
Ihre Liebesaffäre mit dem Innenminister Hasan Fehmi Güneş im Jahr 1979 sorgte für großes Aufsehen in der Öffentlichkeit und führte letztendlich zu Güneş' Rücktritt. Jahre später bezeichnete Aydan diese Beziehung als unvergessliche Erfahrung. Im Jahr 2004 kehrte sie in die Medienwelt zurück und spielte die Rolle der Suzan in der Serie 'Melekler Adası', in der Hande Ataizi, Nurgül Yeşilçay und Cem Özer die Hauptrollen übernahmen. Ihren letzten Auftritt in einer Serie hatte Aydan 2008 in 'Kırmızı Işık'.
Als eine der unvergessenen Persönlichkeiten des türkischen Kinos wird Aynur Aydan in der Film- und Fernsehbranche geschätzt.