Biografie
Aytekin Kotil wurde am 21. Februar 1934 in Gündoğdu, Rize, geboren. Seine Mutter heißt Nuriye Kotil und sein Vater Yusuf Ziya Kotil.
Die Familie gilt als einer der ersten Pioniere des Teeanbaus in Rize und war auch in Obstanbau und Handel tätig. Nach dem Abschluss der Grund- und Hauptschule in Rize wechselte Aytekin Kotil an das Vefa-Gymnasium in Istanbul, setzte seine Schulbildung jedoch aufgrund gesundheitlicher Probleme an der Rize-Lise fort. 1956 schloss er das Jurastudium an der Universität Istanbul ab.
Im Jahr 1973 wurde er zum Vorsitzenden der Republikanischen Volkspartei (CHP) in Istanbul gewählt und trat am 14. Dezember 1977 sein Amt als Bürgermeister von Istanbul an. Nach dem Militärputsch am 12.
September 1980 wurde er von seinem Posten entlassen. 1987 nahm Kotil als Abgeordneter der Sozialdemokratischen Partei der Völker (SHP) an den Wahlen teil und war im Zeitraum vom 14. Dezember 1987 bis 20.
Oktober 1991 Mitglied des Türkischen Großen Nationalversammlungs. In dieser Zeit übernahm er auch das Amt des stellvertretenden Parlamentspräsidenten. Bei den vorgezogenen Wahlen 1991 erreichte er durch die Vorwahl den 5.
Platz und konnte somit nicht ins Parlament einziehen. 1961 heiratete Aytekin Kotil Nazik Görsev Kotil, aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Vehbi Serhan Kotil, Gökhan Kotil und Dilek Kotil. Er verstarb am 9.
August 1992 im Alter von 58 Jahren in Istanbul an einer Lebererkrankung. Der Name Aytekin Kotil wurde einer Straße im Viertel 19 Mayıs in Şişli gewidmet, und im Jahr 1993 wurde der Aytekin Kotil Park in Bakırköy auf einer Fläche von 96.958 m² eröffnet.