Baruch Spinoza

Philosoph

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Biografie

Baruch Spinoza wurde am 24. November 1632 in Amsterdam, Niederlande, als sephardischer Jude geboren. Seine Familie floh vor den Inquisition-Belästigungen aus Portugal, ließ sich zuerst in Nantes und dann 1622 in Amsterdam nieder.

Sein Vater war Direktor der Synagoge und der jüdischen Schule in Amsterdam. Spinoza erhielt eine Ausbildung, die ihn im Sinne der Erwartungen seiner Familie zum jüdischen Rabbiner heranbilden sollte, erlernte früh Hebräisch und hatte die Gelegenheit, die Werke jüdischer und arabischer Theologen zu studieren. 1650 besuchte er die Schule von Franciscus van den Enden, wo er Latein, Naturwissenschaften und Philosophie lernte.

Spinoza entwickelte umstrittene Ideen über die Natur Gottes und die Richtigkeit der hebräischen Heiligen Schrift. Mit 23 Jahren wurde er von der jüdischen Gemeinde, einschließlich seiner eigenen Familie, ausgeschlossen. 1656 wurde er aus der jüdischen Gemeinschaft exkommuniziert, da er die Ansichten vertrat, dass Gott keine Persönlichkeit hat und die Tora ein metaphorisches Buch ist.

Nach diesem Ereignis änderte er seinen Namen in Benedictus. Spinoza vertrat die Ansicht, dass Gott die Natur selbst sei, und entwickelte mit dieser Überzeugung einen pantheistischen Glauben. 1661 verließ er Amsterdam und ließ sich in Rijnsburg nieder, wo er begann, sein Werk mit dem Titel 'Ethika' zu schreiben.

1670 zog er nach Den Haag, wo er lebte. Am 21. Februar 1677 starb Spinoza im Alter von 45 Jahren in Den Haag an einer Lungenerkrankung.

Zu seinen während seines Lebens veröffentlichten Werken gehören 'Descartes’ Principia Philosophiae' und 'Theologisch-Politische Abhandlungen', während sein bedeutendstes Werk die 'Ethica' ist.