Biografie
Bela Tarr wurde am 21. Juli 1955 in der südungarischen Stadt Pécs geboren und gilt als einer der weltweit bekanntesten Regisseure des ungarischen Kinos. Seine Leidenschaft für das Filmemachen begann bereits im Alter von 16 Jahren mit der Produktion von Amateurfilmen, die oft das Leben von Arbeitern und armen Menschen in Ungarn thematisierten.
Nach seinem Abschluss an der Budapester Theater- und Filmakademie im Jahr 1981 begann er, Filme zu drehen, die auf sozialer Realität basierten. Sein erster Spielfilm 'Családi tűzfészek' (Familiennest) entstand 1977, als er 22 Jahre alt war, und wurde mit einer Besetzung von Laien aus der lokalen Bevölkerung gedreht. Sein Meisterwerk, der 7,5 Stunden lange Film 'Sátántangó' (Teufelstanz) aus dem Jahr 1994, wurde als ein bedeutendes Werk anerkannt.
Mit seinem Film 'Torino Atı' (Der Turin-Pferd) verabschiedete sich Bela Tarr 2011 von der Filmwelt, in dem er die Geschichte eines Pferdes erzählt, die von dem berühmten Philosophen Friedrich Nietzsche inspiriert ist. Während seiner Karriere erhielt Bela Tarr zahlreiche Auszeichnungen und wurde 2018 beim 55. Internationalen Antalya Filmfestival mit dem Ehrenpreis geehrt.
Er lebt mit seiner Frau Ágnes Hranitzky zusammen.