Biografie
Bingür Sönmez wurde 1952 in Sarıkamış als das jüngste von fünf Kindern eines Grundschullehrers geboren. Nach dem Abschluss seiner Grund- und Mittelschulausbildung zog er mit seiner Familie nach Istanbul. 1969 schloss er die Pendik-Lise ab und begann sein Medizinstudium an der Istanbul Universität, das er 1976 mit dem Titel Arzt abschloss.
Im Anschluss nahm er an einem Stipendium für ein einjähriges Auslandsstudium in England teil, wo er eine Fremdsprachenausbildung erhielt, gefolgt von einer Facharztausbildung in der Thorax- Herz- und Gefäßchirurgie an der Istanbul Universität. 1984 arbeitete er im St. Thomas Hospital in London als Assistenzarzt für Herzchirurgie und war außerdem als Forschungsassistent am Rayne Institute tätig.
Nach Abschluss seiner Facharztausbildung leistete er von 1985 bis 1986 seinen Dienst als Reservist im Gülhane Militärmedizininstitut. Nach seiner Militärzeit war Sönmez als Oberassistent für Herz- und Gefäßchirurgie an der Istanbul Universität tätig und arbeitete von 1987 bis 1990 erneut in London, um eine Ausbildung in der koronaren Chirurgie zu absolvieren. 1990 kehrte er nach Istanbul zurück, um am Kardiologie-Institut der Istanbul Universität zu arbeiten.
Von 1990 bis 1995 war er im Florence Nightingale Hospital beschäftigt, wo er später die Leitung der Abteilung für Herzchirurgie übernahm. Seit 2001 ist er als Abteilungsleiter für Herzchirurgie im Memorial Hospital tätig. Im Laufe seiner Karriere führte Bingür Sönmez mehr als 13.000 Herzoperationen durch.
Zudem hat er 108 Veröffentlichungen in verschiedenen nationalen und internationalen Fachzeitschriften. Als Computerliebhaber gilt Sönmez auch als ein guter Skifahrer und Wassersportler. In seiner Freizeit bevorzugt er es, Operationen durchzuführen und hat eine Abneigung gegen den Verlust von Patienten.
Er ist auch als Amateurillusionist bekannt und Mitglied mehrerer nationaler und internationaler Vereine. Sönmez ist verheiratet und hat zwei Kinder. Am 24.
August 2014 wurde er während einer Veranstaltung in Sarıkamış Opfer eines bewaffneten Angriffs, bei dem er am Arm und am Bein verletzt wurde.