Biografie
Bong Joon-ho wurde am 14. September 1969 in der Stadt Daegu, Südkorea, geboren. Als das jüngste von vier Kindern wuchs er in einer Familie auf, deren Vater, Bong Sang-gyun, Grafik- und Industriedesigner war, während seine Mutter, Park So-young, als Hausfrau tätig war.
In seinen Grundschuljahren zog seine Familie nach Seoul, wo sie sich im Stadtteil Jamsil-dong am Han-Fluss niederließ. 1988 begann Bong an der Yonsei-Universität mit einem Studium der Soziologie. Nach seiner zweijährigen Wehrdienstzeit kehrte er 1992 zurück an die Universität.
Während dieser Zeit absolvierte er ein zweijähriges Programm an der Korea Academy of Film Arts und drehte mehrere Kurzfilme auf 16 mm. Nach seinem Abschluss startete er seine Filmkarriere, indem er mit verschiedenen Regisseuren zusammenarbeitete. Im Jahr 2000 drehte er seinen ersten Spielfilm "Barking Dogs Never Bite", der ihm internationale Aufmerksamkeit einbrachte.
2003 erzielte Bong mit dem Film "Murder Diary" internationalen Erfolg und gewann 2013 mit "Snowpiercer" sowie 2019 mit "Parasite" zahlreiche bedeutende Auszeichnungen. "Parasite" gewann die Goldene Palme beim Film Festival in Cannes 2019 und erlangte bei den 92. Academy Awards insgesamt vier Auszeichnungen, darunter den für den besten Film, was Geschichte schrieb.
Bong Joon-ho ist seit 1995 mit der Drehbuchautorin Jung Sun-young verheiratet und hat einen Sohn namens Bong Hyo-min. Als bedeutende Figur in der Filmwelt hat Bong in zahlreichen Festivals als Jurymitglied gedient und sich als international anerkannter Regisseur etabliert.