Bülent Oran

Schauspieler
Verheiratet

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Biografie

**Bülent Oran: Eine Ikone des Türkischen Kinos und Theaters** Bülent Oran wurde am 27. März 1923 in Bakırköy, Istanbul, geboren und verstarb am 23. September 2004 im Alter von 81 Jahren.

Er war ein renommierter Drehbuchautor und Schauspieler, der zu den prägenden Figuren des türkischen Kinos gehörte. Als einer der maßgeblichen Drehbuchautoren des Yeşilçam-Kinos hinterließ Oran einen bleibenden Eindruck in der Film- und Theaterwelt. Er stammte aus einer kreativen Familie; seine Mutter, Macide Hanım, und sein Vater Cevat Rıfat Atilhan, ein bekannter Schriftsteller. Bülent Oran wuchs mit zwei Brüdern, Ahmet und Atilla, sowie zwei Schwestern auf und verbrachte seine Kindheit in Bakırköy.

Schon in jungen Jahren entwickelte er eine Leidenschaft für Bücher, die seine Fantasie anregte. In einer multikulturellen Umgebung aufgewachsen, umarmte er die Vielfalt der Kulturen um ihn herum - von jüdischen und armenischen bis hin zu muslimischen Einflüssen. Nachdem er den Kontakt zu seiner Mutter verloren hatte, veränderte Oran bewusst seinen Nachnamen, um einen Neuanfang zu wagen. Zu seinen Kindheitsfreunden zählten bekannte Namen wie Münir Özkul und Kenan Pars.

Seine tief verwurzelte Empathie für die Unterschicht und der Drang, deren Geschichten zu erzählen, flossen in seine künstlerische Arbeit ein. Sein beruflicher Werdegang begann 1950, als Oran zunächst als Statist in Filmen auftrat. 1951 ergatterte er eine Rolle im Film "Vatan und Namık Kemal". Mit zunehmendem Bekanntheitsgrad, der ihn als „türkischen Gregory Peck“ berühmt machte, fing er 1952 an, Drehbücher zu schreiben.

Insgesamt wirkte er in 73 Filmen als Schauspieler mit und schrieb über 700 Drehbücher. Dabei schuf er zahlreiche Klassiker, die auch Jahre später noch geschätzt werden. Oran verfasste das Drehbuch für Filme wie "Köroğlu", "Malkoçoğlu", "Karakolda Ayna Var" und "Fosforlu Cevriyem". Außerdem war er als Dozent an der Marmara Universität im Fachbereich Film und Fernsehen tätig.

Ein Dokumentarfilm mit dem Titel "Yeşilçam’ın Altın Senaristi: Bülent Oran", inszeniert von Mehmet Güleryüz, würdigte sein Lebenswerk. 2004 veröffentlichte Ibrahim Türk ein Buch mit dem Titel "Senaryo: Bülent Oran". Sein Talent war nicht nur auf das Schreiben von Drehbüchern beschränkt; Oran trat auch vor die Kamera. In den Spätstunden seines Lebens spielte er in der Serie "İkinci Bahar".

In seinen Drehbüchern finden sich unvergessliche Dialoge, die bis heute legendär sind, wie etwa: „Sizin anneniz bir melekti yavrum.“ oder „Her şey bir oyundu, seni kandırmak için seviyor görünmüştüm.“ Bülent Oran war 1980 mit der Schriftstellerin Ayşe Şasa verheiratet und die beiden blieben bis zu seinem Tod verheiratet. Am 23. September 2004 starb er in Istanbul.

Mit seinen zahlreichen preisgekrönten Arbeiten, unter anderem dem Preis für das beste Drehbuch beim 8. Antalya Film Festival 1971 für "Ankara Ekspresi", bleibt Bülent Oran eine ikonische Figur in der Welt des türkischen Kinos. Seine beeindruckende Filmografie umfasst sowohl Filme als auch Serien, in denen er sowohl vor der Kamera als auch hinter den Kulissen tätig war. Oran bleibt unvergessen in der Geschichte des türkischen Unterhaltungskinos.