Biografie
Cahar Dudayev wurde am 8. Februar 1944 im Dorf Jalho in Tschetschenien geboren. Nach seinem Abschluss an der Militärpilotenschule in Tambow im Jahr 1962 schloss er 1966 die Ausbildung an der Schule für Piloten und Ingenieure für Langstreckenflugzeuge ab.
1974 erwarb er den Titel eines ersten Klassenpiloten und Ingenieurs an der Gagarin-Luftkriegsakademie. Während der Sowjetunion wurde er als der erste Muslim bekannt, der zum Regimentskommandeur der Strategischen Luftstreitkräfte befördert wurde. 1989, während seiner Dienstzeit als Kommandeur der Strategischen Luftstreitkräfte in Estland, weigerte er sich, die Befehle zur Unterdrückung der Unabhängigkeitsbewegungen in den baltischen Staaten auszuführen.
Daraufhin wurde er von Moskau bestraft und nach Grosny verbannt. Im Jahr 1990 wurde er zum Kongress des tschetschenischen Volkes eingeladen und wurde dort zum Vorsitzenden des Exekutivkomitees des Tschetschenischen Nationalkongresses gewählt. Bei den Wahlen am 27.
Oktober 1991 erhielt er 85 % der Stimmen und wurde zum ersten Präsidenten der Tschetschenischen Republik gewählt. Am 11. Dezember 1994 gab er seiner Bevölkerung den Befehl zum "Dschihad" als Reaktion auf die von Russland gestartete Invasion in Tschetschenien.
Dudayev wurde zum Anführer des Unabhängigkeitskampfes des tschetschenischen Volkes und starb am 21. April 1996 bei einem Raketenangriff in Grosny. Er verstarb im Alter von 52 Jahren und wird als bedeutende Figur im Unabhängigkeitskampf Tschetscheniens angesehen.