Biografie
Carl Linnaeus, am 23. Mai 1707 in Råshult, Älmhult Municipality, Schweden geboren, war ein berühmter schwedischer Biologe, Arzt und Physiker. Als Sohn eines lutherischen Pastors wuchs Linnaeus auf und begann 1727 sein Studium an der Universität Lund.
1735 reiste er in die Niederlande, wo er an der Universität Harderwijk den Titel eines Doktors der Medizin erwarb. Im selben Jahr erlangte er mit seinem Werk 'Systema Naturae' große Bekanntheit, das die Grundlage für die Klassifikation in der Biologie und Botanik legte. 1737 veröffentlichte Linnaeus sein Buch 'Genera Plantarum', in dem er Pflanzen nach ihrer Blütenstruktur auf Gattungsniveau definierte.
In seinem 1753 erschienenen Werk 'Species Plantarum' wendete er das binomiale Nomenklatursystem auf etwa 6000 Pflanzenarten an. Dieses System stellte eine standardisierte Methode zur Benennung von Pflanzen und Tieren dar und wird bis heute verwendet. 1741 wurde Linnaeus zum Professor für Medizin und Botanik an der Universität Uppsala ernannt und übte diese Position bis zu seinem Lebensende aus.
Am 10. Januar 1778 verstarb er im Alter von 71 Jahren in Uppsala, Schweden. Linnaeus gruppierte Pflanzen und Tiere nach Ähnlichkeiten in ihren inneren Strukturen und hinterließ einen bedeutenden Einfluss auf die Wissenschaft.
Zudem führte er Studien zur Ethnologie und Geografie Schwedens durch und vertrat die Auffassung, dass Mineralien unter der Erde lebende Materialien seien. Zu seinen Werken zählen 'Systema Naturae', 'Genera Plantarum', 'Philosophia Botanica' und 'Species Plantarum'.