Biografie
Celal Talabani wurde am 12. November 1933 in der Stadt Kelkan im Irak geboren. Er verstarb am 3.
Oktober 2017 im Alter von 84 Jahren in Berlin, Deutschland. Nach dem Sturz von Saddam Hussein wurde Talabani zum ersten kurdischen Staatspräsidenten des Irak gewählt. Als Verfechter der Rechte der Kurden nahm er 1961 an der kurdischen Rebellion gegen die Regierung von Abdülkerim Kasım teil und übernahm 1963 die Leitung der kurdischen Delegation in der neu gebildeten Regierung.
1975 gründete er die Patriotische Union Kurdistans und begann mit bewaffneten Aktionen gegen die Regierung. Im Jahr 1988 zog er sich nach einer schweren Niederlage im Konflikt mit der irakischen Regierung nach Iran zurück. Während des Golfkriegs 1991 kam es zu zunehmenden Konflikten zwischen Talabani und dem Führer der Demokratischen Partei Kurdistans, Mesut Barzani, was 1992 zu einer Koalitionsbildung bei den Wahlen führte.
Dennoch führten die Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Parteien 1994 erneut zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Mit der Invasion Bagdads durch die USA im Jahr 2003 erlebte Talabani einen wichtigen Wendepunkt in seiner politischen Karriere, indem er Mitglied des Irakiischen Übergangsrates wurde. Am 22.
April 2006 wurde Talabani zum Präsidenten des Irak gewählt. Er war verheiratet und hatte zwei Kinder. Nach einem Schlaganfall im Jahr 2012 reiste er zur Behandlung nach Deutschland und kehrte 2014 in den Irak zurück.
Am 3. Oktober 2017 verstarb er im Berliner Krankenhaus, wo er sich in Behandlung befand.