Biografie
Cemal Reşit Rey wurde am 25. September 1904 in Jerusalem geboren und verstarb am 7. Oktober 1985 im Alter von 81 Jahren.
Als türkischer Komponist und Pianist ist Rey bekannt für seine bedeutenden Beiträge zur Entstehung der mehrstimmigen türkischen Kunstmusik, die westliche Methoden verwendet. Seine Familie legte großen Wert auf seine Ausbildung. Bereits mit sechs Jahren besuchte Cemal das Galatasaray Gymnasium und zeigte früh sein musikalisches Talent, indem er begann, Noten zu schreiben und Klavier zu spielen.
1913 wanderte Rey mit seiner Familie nach Paris aus, wo er seine Ausbildung am Buffon Gymnasium fortsetzte und Klavierunterricht bei Marguerite Long nahm. Während des Ersten Weltkriegs reiste er mit seiner Mutter in die Schweiz und schloss seine Sekundarschulausbildung in Genf ab. 1920 kehrte Cemal Reşit Rey nach Paris zurück und wurde Schüler von Edouard Mathe und Raoul Laparra am Pariser Konservatorium.
Zwischen 1920 und 1923 gab er sein erstes Klavierkonzert in Paris und begann, eigene Kompositionen zu schreiben. Nach seiner Rückkehr nach Türkiye im Jahr 1923 arbeitete er als Klavier- und Kompositionslehrer an der Darülelhan. 1926 gründete er einen gemischten Schülerchor und 1934 ein Streichensemble.
1938 wurde Rey nach Ankara eingeladen, wo er die Leitung der westlichen Musiksendungen des Türkischen Radios übernahm. 1945 gründete er die Istanbul Philharmonic Society und übernahm den Vorsitz. 1949 gab er Konzerte in vielen europäischen Städten.
1950 wurde er zum Dirigenten des Istanbul Radio Symphonieorchesters ernannt und erhielt 1982 den Titel „Staatskünstler“. Als einer der fünf Komponisten, die als Türkische Fünf bekannt sind, leistete Cemal Reşit Rey bedeutende Beiträge zur Entwicklung der mehrstimmigen türkischen Kunstmusik. Zu seinen berühmten Werken zählen „Soruyorum Kendime“, „Üç Şarkı“, „Bahar Şarkısı“ und „Zeybek“.