Charles Pierre Baudelaire

Dichter

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Biografie

Charles Pierre Baudelaire wurde am 9. April 1821 in Paris, Frankreich, geboren und starb am 31. August 1867 in Paris.

Er zählt zu den bedeutendsten französischen Dichtern des 19. Jahrhunderts. Mit seinem rebellischen Stil und provokanten Schriften gilt er als einer der Vorreiter der avantgardistischen Kunst.

Aufgrund seiner Disziplinlosigkeit wurde Baudelaire 1839 von der Schule verwiesen und entschied sich, gegen den Druck seiner Familie, eine juristische Ausbildung zu machen, einen bohèmehaften Lebensstil zu führen. Mit 20 Jahren wurde er von seiner Familie ausgeschlossen und sollte nach Indien geschickt werden, erreichte dieses Land jedoch nie. Bei seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahr 1842 lernte er Jeanne Duval kennen, seine langjährige Geliebte.

Nach seiner Volljährigkeit erhielt er das Erbe seines Vaters, verlor jedoch sein Vermögen durch extravagante Ausgaben, was dazu führte, dass seine Familie sein Erbe zurückzog. Diese Situation trug dazu bei, dass Baudelaire sein Leben lang unreif blieb. Er betrachtete sein Leben als leer und sinnlos, versuchte 1845, sich das Leben zu nehmen, und erkrankte im selben Jahr zum zweiten Mal an Syphilis.

1846 begann er mit dem Schreiben von Gedichten, die in sein Werk „Les Fleurs du Mal“ (Die Blumen des Bösen) aufgenommen werden sollten, und entdeckte 1847 Edgar Allan Poe, dessen Werke er ins Französische übersetzte. Im Jahr 1848 schloss er sich den Revolutionären an, erlebte jedoch eine große Enttäuschung. Sein Buch „Die Blumen des Bösen“ wurde 1857 veröffentlicht, wobei sechs Gedichte als anstößig für die öffentliche Moral angesehen wurden und ein Prozess gegen ihn eingeleitet wurde.

Baudelaire, der von einer introvertierten und düsteren Stimmung geprägt war, wandte sich 1851 dem Cannabis und Wein zu und veröffentlichte 1860 sein Werk „Die künstlichen Paradiese“. 1862 veröffentlichte er seine Prosagedichte in „Le Spleen de Paris“ und begann, die Nebenwirkungen der Syphilis zu spüren. Am 31.

August 1867 erlag Baudelaire in Paris einem Schlaganfall und wurde auf dem Cimetière du Montparnasse in Paris beigesetzt. Seine Literatur und seine kritischen Schriften prägten das städtische Leben im modernen Paris und machten ihn zu einem der einflussreichsten Wegbereiter der Literatur des 20. Jahrhunderts.