Biografie
Christian Wolff wurde am 24. Januar 1679 in Wrocław, Polen, geboren und verstarb am 9. April 1754 im Alter von 75 Jahren in Halle, Sachsen-Anhalt, Deutschland.
Als einer der bedeutenden Denker der Aufklärung gilt Wolff als deutscher rationalistischer Philosoph. Sein Vater war ein intellektueller Gerber, und Wolff begann seine Ausbildung an der Universität Breslau, wo er Theologie und Philosophie studierte. Anschließend erwarb er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Kenntnisse in Mathematik und Physik.
Nach seinem Abschluss im Jahr 1703 wurde er aufgrund seiner auf Prinzipien des Verstandes basierenden Sichtweise von Fundamentalisten und Theologen der Gottlosigkeit beschuldigt und von der preußischen Regierung aus dem Land verwiesen. Bis 1740 lehrte er an der Universität Marburg in den Fächern Mathematik, Physik und Philosophie, bevor er an die Universität Halle berufen wurde, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Wolff ist bekannt als unermüdlicher Verteidiger der Philosophie von Leibniz und entwickelte einen systematischen Ansatz zur Essenz der Philosophie.
Er gilt als der erste Philosoph, der den Begriff der Ontologie in der Philosophie verwendete, und er vertrat ein metaphysisches Verständnis, das darauf abzielte, die Existenz Gottes, der Seele und der Welt zu beweisen. Seine religiöse und moralische Philosophie schätzt Verstand und Glauben sowie Freiheit und Autorität gleichermaßen. In dieser Hinsicht erlangte er zeitweise auch den Respekt von Immanuel Kant.