Biografie
Cicero, mit vollem Namen Marcus Tullius Cicero, wurde am 3. Januar 106 v. Chr.
in der Stadt Arpino, Italien, geboren. Er zählt zu den bedeutendsten römischen Staatsmännern, Schriftstellern, Rednern und Gelehrten seiner Zeit. Cicero erhielt eine philosophische Ausbildung und erhielt Unterricht von wichtigen Persönlichkeiten wie dem Epikureer Paedros, dem Stoiker Diodotos und dem Akademiker Philon.
Er gilt als eine historische Figur, die das griechische Denken an die folgenden Generationen weitergegeben hat. In eine wohlhabende Familie geboren, erhielt Cicero seine Ausbildung sowohl in Rom als auch in Griechenland. Im Jahr 66 v. Chr.
wurde er aufgrund seiner politischen Reden zum Konsul gewählt, und im gleichen Jahr war er Ziel eines Attentats, dessen Verschwörer er mit der Todesstrafe bestrafte. Trotz der Bedenken des jungen Cato handelte er in dieser Angelegenheit und erlangte dadurch großen Ruhm. Später lehnte er ein Angebot von Julius Caesar ab, der ihm eine Aufgabe in Gallien anbot, was große Empörung hervorrief.
Wegen eines Vorwurfs der Gotteslästerung wurde er vor Gericht gestellt und musste Rom verlassen. Er lebte längere Zeit in Mazedonien, Thessaloniki und Illyrien, bevor er erneut nach Rom zurückgerufen wurde. Nach seiner Rückkehr schloss sich Cicero mit Caesar und Crassus zu einem Bündnis zusammen, nahm jedoch nicht an dem Attentat auf Caesar im Jahr 44 v. Chr.
teil. Dennoch näherten sich Cicero und Octavian, der als Sohn Caesars galt, einander an und äußerten die Notwendigkeit, sich von Caesar zu befreien. Diese Äußerungen hatten für ihn jedoch fatale Folgen.
Am 7. Dezember 43 v. Chr.
wurde er gefangen genommen und getötet. Nach seinem Tod wurden seine Hände und sein Kopf abgetrennt und zur Abschreckung an öffentlichen Orten ausgestellt. Cicero spielte eine entscheidende Rolle bei der Verschmelzung verschiedener philosophischer Strömungen und Traditionen und wird als ein Eckpfeiler des griechischen Denkens angesehen.