Biografie
David Lynch wurde am 20. Januar 1946 in Missoula, Montana, USA, geboren. Sein Vater war als Forschungsmitarbeiter im US-Landwirtschaftsministerium tätig, weshalb seine Kindheit von ständigen Reisen und Entdeckungen geprägt war.
Bereits in jungen Jahren fand er Gefallen am Pfadfinderleben, was sich an seinem 15. Geburtstag manifestierte, als er zusammen mit John F. Kennedy bei den Pfadfindern mitwirkte.
Seine schulische Laufbahn begann er an einem College in Virginia, um sich im künstlerischen Bereich weiterzuentwickeln, und belegte Kurse an der Corcoran School of Art in Washington DC. Anschließend zog er nach Boston, um ein Jahr an der School of the Museum of Fine Arts zu studieren und seine Kunst zu prägen. Gemeinsam mit seinem Freund Jack Fisk plante er eine Reise nach Deutschland, um dem berühmten Maler Oskar Kokoschka nachzueifern; jedoch dauerte diese Reise nur 15 Tage.
1966 ließ er sich in Philadelphia nieder und nahm an der Pennsylvania Academy of Fine Arts an Kursen für Grafik und Malerei teil. Mit seinem ersten Kurzfilm "Six Figures Getting Sick" gewann er den jährlichen Wettbewerb der Akademie und erregte damit Aufmerksamkeit. 1968 trat er mit seinem zweiten Kurzfilm "The Alphabet" in die Welt des Films ein.
1970 entschied er sich, sich ganz dem Film zu widmen und erhielt ein Stipendium in Höhe von 5000 Dollar für seinen Film "The Grandmother". 1977 vollendete er seinen ersten Langfilm "Eraserhead", der schnell zum Kultklassiker avancierte. 1980 wurde er für "The Elephant Man" in sieben Kategorien für einen Oscar nominiert und erzielte damit großen kommerziellen Erfolg.
1984 adaptierte er den berühmten Science-Fiction-Roman "Dune" für die Leinwand. 1986 folgte eine Oscar-Nominierung für den besten Film mit "Blue Velvet". 1990 gewann er mit "Wild At Heart" die Goldene Palme beim Festival von Cannes und erlangte so internationale Anerkennung.
In den frühen 1990er Jahren wurde seine Serie "Twin Peaks" weltweit mit großem Interesse aufgenommen. 1997 erhielt er für "Lost Highway" Lob von Filmkritikern. 2001 zog er erneut die Aufmerksamkeit auf sich mit "Mulholland Drive".
Bekannt für seine komplexen und mysteriösen Filme, erhielt David Lynch 2022 die Diagnose Emphysem und verstarb am 15. Januar 2025 in den USA an einem Herzinfarkt.
Familie
Todesumstände
ABD