Demir Özlü

Schriftsteller

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Biografie

Demir Özlü wurde am 9. September 1935 im Stadtteil Vefa in Istanbul geboren. Mit 18 Jahren trat er mit seinen ersten Gedichten in die Literaturszene ein und ist als Kurzgeschichten- und romanschreiber bekannt.

Der Autor begann seine schriftstellerische Laufbahn mit einer existenzialistischen Weltanschauung, wandte sich jedoch im Laufe der Zeit der sozialistischen Realität zu. Nach 1960 wurde Özlü eines der ersten Mitglieder der Türkischen Arbeiterpartei und war aufgrund seiner sozialistischen Ideale ständig in der Verfolgung, weshalb er seinen Militärdienst als bedenklicher Soldat ableistete. Nach dem Militärdienst arbeitete er kurzzeitig als Anwalt, bevor er nach Frankreich ging, wo er ein Jahr lang an der Universität Paris als Assistent tätig war.

Bei seiner Rückkehr in die Heimat wurde ihm aufgrund seiner politischen Aktivitäten die Assistentenstelle an seiner alma mater entzogen. Während des 12. März-Memorandums war er eine Zeit lang inhaftiert und siedelte später nach Schweden über.

Wegen eines veröffentlichten Artikels in Schweden wurde er ebenfalls verfolgt und 1986 aufgrund seiner Weigerung, der Aufforderung zur Rückkehr in die Heimat nachzukommen, aus der Staatsbürgerschaft entzogen. 1971 lernte er die schwedische Journalistin Ulla Lundström kennen und heiratete sie, woraufhin er nach Schweden zog. Aus dieser Ehe ging eine Tochter namens Ayda Özlü Çevik hervor.

1989 kehrte Özlü freiwillig in die Türkei zurück. In seinen Werken behandelt er die Konflikte in der inneren Welt des Menschen sowie gesellschaftliche Realitäten. 1963 gewann er mit seinem Buch "Soluma" den Erzählpreis der Türkischen Sprachgesellschaft.

Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen der Sait Faik-Erzählpreis 1988 und der Orhan Kemal-Romanpreis 1990. Demir Özlü verstarb am 13. Februar 2021 in Stockholm im Alter von 86 Jahren an einem Herzinfarkt.