Biografie
Demokrit, geboren 460 v. Chr. in Abdera, einer Kolonie der ionischen Stadt Thrakien, war ein griechischer Philosoph.
Sein Vater, Xerxes, zählte zu den wohlhabendsten Personen seiner Zeit und verfügte über umfangreiche Kenntnisse in verschiedenen Bereichen wie Mathematik, Biologie, Geografie, Astronomie, Kosmologie, Ökonomie und Soziologie. Nach dem Tod seines Vaters unternahm Demokrit weite Reisen nach Ägypten, Persien und ins Rote Meer, wo er nicht als Reisender, sondern als Wissenssucher bekannt wurde. Er reiste nach Babylon, um Mathematik zu lernen, und verbrachte fünf Jahre in Ägypten.
Später kehrte er nach Athen zurück, um sich der Philosophie zuzuwenden und wurde Schüler von Leukipp. Um 420 v. Chr.
gründete er in Abdera seine eigene Philosophieschule und entwickelte eine Philosophie, die auf mechanistischen und atomistischen Materialismus basierte. Nach Demokrit besteht das Universum aus Fülle und Leere, wobei die volle Materie aus unteilbaren kleinen Teilchen, den Atomen, besteht. Als Vorreiter der Atomtheorie vertrat er die Auffassung, dass Materie aus Atomen in verschiedenen Größen und Formen besteht.
Zudem postulierte er, dass die Natur unveränderliche Gesetze befolge und hinter allem eine Ursache stehe. Demokrit zeigte Interesse an der Geschichte der Menschheit und bemerkte, dass die Menschen einst ein Leben führten, das dem der Tiere ähnelte. Auch in der Mathematik war er engagiert und hinterließ zahlreiche Werke.
Bekannt als der „lachende Philosoph“ wurde er für sein fröhliches Wesen, mit dem er unter den Menschen umherging, geschätzt. Er starb im Jahr 370 v. Chr.
im Alter von 90 Jahren.