Denis Papin

Wissenschaftler

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Biografie

Denis Papin wurde am 22. August 1647 in Chitenay, nahe der Stadt Blois in Frankreich, geboren. Er gilt als der französische Wissenschaftler, der 1681 den Schnellkochtopf erfunden hat.

Obwohl Papin eine medizinische Ausbildung genossen hat, galt sein Interesse mehr der Physik. Im Alter von 26 Jahren wurde er Assistent des holländischen Physikers, Mathematikers und Astronomen Huygens. Der von Papin erfundene Schnellkochtopf beseitigte durch ein Sicherheitsventil die Gefahren einer Explosion und bot Hausfrauen die Möglichkeit, in kürzerer Zeit zu kochen.

Dieser Topf wird als Vorläufer der heutigen Schnellkochtöpfe angesehen. Papin war der erste, der vorschlug, dass der durch Dampfdruck erzeugte Dampf in einem Zylinder durch die Schaffung eines Vakuums einen Kolben antreiben könnte. Dieses Prinzip bildete die Grundlage für alle Dampfkessel.

In seiner Funktion als Huygens' Assistent arbeitete er an der Idee, dass ein Zylinder durch eine Explosion schneller entleert werden könnte als durch eine Pumpe. 1681 stellte er seine erste große Erfindung, den Autoklaven, sowie eine vereinfachte Version des Schnellkochtopfs, den Dampftopf, vor. Nach einem Aufenthalt in Venedig kehrte er 1684 nach England zurück und begann 1687 in Marburg Mathematik zu unterrichten.

Zudem erfand er die Zentrifugalpumpe, die für Entwässerungsarbeiten genutzt wurde, und wandte dieses Prinzip auf die Belüftung von Kohlenbergwerken an. Er glaubte, dass der Dampf sich ausdehnen und den Kolben heben könnte, während die Kondensation ein Vakuum erzeugen würde. Allerdings gelang es ihm nicht, seine Erfindungen in die Praxis umzusetzen.

Papin bat die Royal Society in London um finanzielle Unterstützung für sein Dampfschiff, doch wurde sein Gesuch abgelehnt. Er starb 1712 in London in Armut und Einsamkeit.