Biografie
Diogenes wurde 412 v. Chr. in Sinop, einer griechischen Kolonie, geboren und starb 323 v.
Chr. in Korinth. Als Vorreiter der kynischen Philosophie bekannt, lebte Diogenes sein Leben in großer Armut und pflegte einen Lebensstil im Einklang mit der Natur.
Sein Vater, Hicesias, der als Goldschmied tätig war, wurde aufgrund der Prägung falscher Münzen aus Sinop verbannt, weshalb Diogenes mit ihm nach Athen zog. In Athen begegnete er Antisthenes, der ihm die Lehren der Kynik vermittelte. Diogenes sah sich im Laufe seines Lebens vielen Schwierigkeiten gegenüber und fiel durch seine schmutzigen Kleider sowie seinen an einen Hund erinnernden Mantel auf.
Seine Philosophie propagierte das Leben in Übereinstimmung mit der Natur als die wahre Tugend. Er stellte sich gegen Reichtum, Besitz und gesellschaftliche Normen und übernahm die Prinzipien der Selbstgenügsamkeit und der Schamlosigkeit. Diogenes hatte auch Kontakte zu bedeutenden Persönlichkeiten wie Alexander dem Großen und zeigte ihnen gegenüber eine spöttische Haltung.
Nach seinem Tod errichteten die Korinther zu seinen Ehren eine Marmorsäule, an die ein Hund gelehnt war. In der Türkei wurde 2006 am Eingang von Sinop eine Statue errichtet, die ihn mit einer Laterne und seinem Hund darstellt.