Ebussuud Efendi

Philosoph
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Biografie

Ebussuud Efendi wurde am 30. Dezember 1490 im Dorf İmad (Direklibel) im Landkreis İskilip, Çorum, geboren. Sein voller Name ist Mehmed Ebussuud Efendi.

Er war ein bedeutender Osmanischer Staatsmann und starb am 23. August 1574 in Istanbul. Mit 84 Jahren schloss er seine Augen für immer und wird als einer der wichtigen Religionsgelehrten des Osmanischen Reiches anerkannt.

Sein Vater war der Sufismus-Vertreter Muhyiddin Mehmed, und seine Mutter war eine Enkelin des berühmten Astronomen Ali Kuşçu. Im Jahr 1545 wurde Ebussuud Efendi zum Scheich ul-Islam ernannt und blieb in dieser Position, wobei er während der Herrschaft von Sultan Süleyman dem Prächtigen als Architekt wichtiger Gesetze auftrat. Besonders verfasst er das ârazi-Kanunname und spielte eine bedeutende Rolle mit seinem Rechtsgutachten während der Eroberung Zyperns.

Er leitete die Grundsteinlegung der Süleymaniye-Moschee. In seiner Ausbildung war er als Müderris tätig, unterbrach nie seine Unterrichtsstunden und gab täglich zahlreiche Fatwas. Ebussuud Efendi beherrschte die Sprachen Türkisch, Arabisch und Persisch und verfasste auch türkische Gedichte.

Er heiratete Zeynep Hanım, aus dieser Ehe gingen acht Kinder hervor. Sein Sohn Mehmed Çelebi war Richter in Aleppo, und Mustafa Çelebi bekleidete Ämter als Kazasker in Anatolien und Rumelien. Ebussuud Efendi ließ viele Moscheen, Medresen und Schulen in İskilip und Istanbul bauen.

Nach seinem Tod wurde er im Garten der von ihm errichteten Schule in Eyüp beigesetzt. Zudem wurde er in der 2011 ausgestrahlten Serie 'Muhteşem Yüzyıl' von Tuncel Kurtiz verkörpert. Allerdings wird er wegen der von ihm erlassenen Fatwas für die Kızılbaş-Türken in Anatolien kritisiert.