Biografie
Edmund Husserl wurde am 8. April 1859 in Mähren, Tschechoslowakei, als deutsch-jüdischer Philosoph geboren. Als Begründer der Phänomenologie strebte Husserl danach, der Philosophie einen wissenschaftlichen Ansatz zu verleihen.
Nach dem Abschluss seiner ersten Ausbildung am Gymnasium in Olmütz studierte er an den Universitäten Leipzig, Berlin und Wien in den Bereichen Physik, Mathematik, Astronomie und Philosophie. In dieser Zeit weckte der Unterricht des modernen Psychologie-Gründers Wilhelm Wundt sein Interesse an der Philosophie. Nach dem Erhalt seines Doktortitels an der Universität Wien im Jahr 1882 arbeitete er als Assistent des bekannten Mathematikers Karl Weierstrass in Berlin.
Zwischen 1884 und 1886 verbrachte er Zeit bei Brentano, um sein philosophisches Wissen zu vertiefen. In den Jahren 1900-1901 veröffentlichte er sein Werk „Logische Untersuchungen“ und begann 1901 an der Universität Göttingen zu arbeiten. 1916 trat er der Universität Freiburg bei und blieb dort bis 1929.
Ab 1933 hatte er aufgrund des Nazi-Regimes mit Schwierigkeiten zu kämpfen und verlor 1934 das Recht, die Universitätsbibliothek zu nutzen. Am 27. April 1938 verstarb er im Alter von 79 Jahren in Freiburg im Breisgau, Deutschland.