Biografie
Elia Kazan wurde am 7. September 1909 in Istanbul geboren und stammt aus einer griechischen Familie mit Wurzeln in Kayseri. Sein eigentlicher Name ist Elias Kazancıoğlu.
1913 wanderte er im Alter von vier Jahren mit seiner Familie in die USA aus. Aufgewachsen in New Rochelle, New York, absolvierte Kazan die New Rochelle High School und schloss anschließend sein Hochschulstudium am Williams College in Massachusetts ab, bevor er an der Yale University eine Schauspielausbildung erhielt. Im Jahr 1947 gründete er gemeinsam mit Cheryl Crawford und Robert Lewis die Schauspielschule 'Actors Studio', die legendenhafte Schauspieler wie Marlon Brando und James Dean hervorbrachte.
Kazan hinterließ seine Spuren mit bedeutenden Filmen wie 'Endstation Sehnsucht', 'Die Faust im Nacken' und 'Der Weg zum Himmel'. 1952 wurde er vom Ausschuss zur Überwachung unamerikanischer Aktivitäten befragt und verriet einige seiner Kollegen aus der Filmindustrie, was negative Auswirkungen auf ihre Karrieren hatte. Bei den 71.
Academy Awards 1999 erhielt er den Ehren-Oscar, währenddessen er Protesten ausgesetzt war. Zwischen 1960 und 1964 wirkte er als Regisseur im Repertoire-Theater des Lincoln Center in New York und wandte sich anschließend seiner Schriftstellerkarriere zu. 1988 war er Präsident der Auswahlkommission beim Istanbul Film Festival und trat als Gastdarsteller in dem Film 'Nebel' auf.
Kazan war dreimal verheiratet und hatte insgesamt fünf Kinder. Am 28. September 2003 verstarb er im Alter von 94 Jahren in Manhattan, New York.