Biografie
Emil Ludwig wurde am 25. Januar 1881 in der damals zum Königreich Preußen gehörenden Stadt Wrocław (Breslau) in einer jüdischen Familie geboren. Der Autor, dessen bürgerlicher Name Emil Cohn lautete, studierte Rechtswissenschaften und arbeitete zunächst als Anwalt, bevor er sich der Schriftstellerei widmete.
Während des Ersten Weltkriegs schrieb er als Journalist aus der Türkei, Griechenland und Serbien und veröffentlichte diese Artikel unter dem Titel „Krieg auf dem Balkan“ in Buchform. Emil Ludwig erlangte Bekanntheit durch seine Biografien über prominente Persönlichkeiten, die einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wurden. Im Jahr 1906 zog er in die Schweiz und wurde 1932 Schweizer Staatsbürger.
1940 emigrierte Ludwig in die Vereinigten Staaten, wo er ebenfalls an seinen Werken weiterarbeitete. Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers wurden aufgrund seiner jüdischen Herkunft und der seiner Familie seine Schriften verbrannt, und er galt als gefährliche Person. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1945 starb er 1948 im Alter von 67 Jahren in Ascona, Schweiz.
Emil Ludwig heiratete 1906 Elga Wolff, und die Ehe bestand bis 1948. Zu seinen bedeutendsten Biografien zählen „Napoleon“, „Goethe“, „Bismarck“, „Lincoln“ und „Hindenburg“.