Emil Zatopek

Sportler

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Biografie

Emil Zatopek wurde am 19. September 1922 in Koprivnice, Tschechoslowakei, geboren. Als das siebte Kind eines armen Schreiners wuchs Zatopek in bescheidenen Verhältnissen auf und begann mit 16 Jahren in einer Schuhfabrik zu arbeiten, um die finanzielle Lage seiner Familie zu unterstützen.

Seine Leidenschaft fürs Laufen trieb ihn dazu, an Wettkämpfen teilzunehmen. Er trainierte täglich, indem er 100 Mal 400 Meter in schnellem Tempo lief, um seine Ausdauer zu steigern. Bei den Olympischen Spielen 1948 in London begann er, international Anerkennung zu gewinnen, indem er eine Goldmedaille über 10.000 Meter und eine Silbermedaille über 5.000 Meter errang.

Vier Jahre später, bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki, feierte er einen beispiellosen Erfolg, indem er Goldmedaillen in den Disziplinen 5.000 Meter, 10.000 Meter und im Marathon gewann. Diese Erfolge brachten ihm den Spitznamen „Tschechische Lokomotive“ ein. Zwischen 1948 und 1954 erlangte Zatopek 38 Mal den ersten Platz über 10.000 Meter und stellte dabei 11 Weltrekorde auf.

Bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne konnte er aufgrund einer Verletzung die gewünschten Ergebnisse nicht erzielen. Während des „Prager Frühlings“ im Jahr 1968 unterstützte er demokratische Reformen, wurde jedoch während der Invasion der Sowjetarmee verhaftet und für sechs Jahre in einem Uranbergwerk eingesetzt. Mit der „Samtenen Revolution“ in der Tschechoslowakei im Jahr 1989 erhielt er seine Freiheit zurück.

Emil Zatopek verstarb am 22. November 2000 im Alter von 78 Jahren in Prag, Tschechische Republik.