Biografie
Émile Durkheim wurde am 15. April 1858 in der Stadt Épinal in der Region Lothringen, Frankreich, geboren. Er gilt als einer der Begründer der modernen Soziologie und ist der Sohn eines Rabbinerhauptes.
Seine schulische Ausbildung begann er am Lycée Louis-le-Grand, bevor er 1879 an die École Normale Supérieure wechselte. Nach seinem Abschluss im Jahr 1882 startete er seine Karriere als Philosophie-Lehrer. In Deutschland beschäftigte er sich mit Sozialwissenschaften und der Moralphilosophie und wurde 1887 als Dozent an der Universität Bordeaux berufen.
Dort legte er die Grundlagen der Soziologie und veröffentlichte bedeutende Werke. 1893 erschien sein Buch „Die Gesellschaftliche Arbeitsteilung“, in dem er die Beziehung zwischen Individuen und Gesellschaft untersuchte. Durkheim verfasste auch wichtige Schriften zur soziologischen Methodologie und trennte die Soziologie von der Psychologie, wodurch er sie zu einer positiven Wissenschaft entwickelte.
Im Jahr 1902 wurde er zum Professor für Pädagogik an der Sorbonne ernannt und trug zur Entwicklung der Soziologieausbildung bei. Am 59. Lebensjahr starb er 1917 in Fontainebleau, nahe Paris.
Durkheim hinterließ eine bedeutende Schule der Forschung und zahlreiche Werke im Bereich der Soziologie.