Biografie
Emin Ongan wurde am 1. September 1906 in Edirne geboren und zählt zu den bedeutendsten Komponisten der türkischen Musik. Als Meister des Geigen Spiels begann er seine musikalische Karriere 1927 im Üsküdar Musiki Cemiyeti.
Seine ersten Musikstunden erhielt er von Mızıkalı Celâl Bey und erlernte Makam und Usul von dem Komponisten Ziya Bey. 1926 komponierte er sein erstes Werk und trat 1927 auf die Bühne. 1936 trat er als Beamter in die TEKEL İdaresi ein und legte seine Bühnenaktivitäten nieder.
Dennoch setzte er seine musikalische Betätigung im Verein fort. 1945 begann er als Chorleiter und Geigenvirtuose am Istanbul-Konservatorium zu arbeiten und war viele Jahre beim Istanbul-Radio tätig. 1951 wurde er als Instrumentalist in die Belegschaft des Istanbul-Radios aufgenommen.
Das Üsküdar Musiki Cemiyeti, dem er 50 Jahre lang diente, wurde zu seinem größten Werk. Unter seinen Schülern befinden sich bedeutende Namen wie Cüneyd Kosal, Hüsnü Anıl und Niyazi Sayın. 1956 ging er in den Ruhestand von der TEKEL-Direktion.
Ongan, der etwa 80 Werke komponierte, fiel durch seine an die Regeln der traditionellen türkischen Musik gebundenen Kompositionen auf. Er verstarb am 2. Februar 1985 in Istanbul im Alter von 79 Jahren und wurde auf dem Karaca Ahmet Friedhof beigesetzt.