Emine Sevgi Özdamar

Schauspieler

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Biografie

Emine Sevgi Özdamar wurde am 10. August 1946 in Malatya geboren und lebt seit vielen Jahren in Deutschland als Schauspielerin, Schriftstellerin, Theatermacherin und Dramaturgin. Sie trat in die Kunstwelt über das Theater ein und ist seit 1986 als freischaffende Autorin tätig.

Obwohl Deutsch nicht ihre Muttersprache ist, gilt sie als eine der ersten Autorinnen, die ihre Werke auf Deutsch verfasst haben. Özdamar wird als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen deutschen Literatur angesehen. Besonders bekannt ist sie durch ihre Romane wie „Hayat Bir Kervansaray“, „Annedili“ und „Haliçli Köprü“.

Ihre Romane sind Gegenstand zahlreicher akademischer Arbeiten im Bereich der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Übersetzungswissenschaft. Während ihrer Kindheit verbrachte Özdamar verschiedene Jahre in verschiedenen Städten der Türkei und gab mit 12 Jahren in Bursa in Molières Stück „Der Bürger als Edelmann“ ihr Debüt auf der Bühne, wo sie sich entschloss, Schauspielerin zu werden. Vor ihrem Umzug nach Deutschland erhielt sie wertvolle Unterrichtsstunden an der LCC Theaterakademie in Istanbul.

1973 spielte sie in dem Film „Asiye Nasıl Kurtulur“ mit und kehrte danach zurück nach Deutschland, um mit Bertolt Brechts Schüler Benno Besson zu arbeiten. 1978 zog sie nach Frankreich, wo sie das Brecht-Adaptation „Der kaukasische Kreidekreis“ inszenierte. Ab den 1980er Jahren begann sie, literarische Werke in Form von Geschichten, Romanen und Tagebüchern zu schreiben.

1986 ließ sie sich in Berlin, Deutschland, nieder und ist bis heute als freie Autorin tätig. Im Jahr 2022 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet, einem der bedeutendsten kulturellen Preise Deutschlands.